Stoppt den Megastall!

An vielen Orten in Brandenburg versuchen engagierte Bürgerinitiativen den Bau von Massentierhaltungsanlagen zu verhindern. Dazu legen sie meist Einwendungen und Widersprüche im Genehmigungsverfahren ein und gehen zusammen mit den Umweltverbänden vor Gericht. Doch der Widerstand im Rahmen der Genehmigungsverfahren erfordert viel Geduld und ist mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Damit der Protest gegen Massentierhaltung in Brandenburg vielfach zu Erfolgen führen kann, hat das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg nach dem Volksbegehren gegen Massentierhaltung im Jahr 2016 die Kampagne „Stoppt den Megastall!“ gestartet.

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Konzept der Kampagne

“Stoppt den Megastall!” ist eine Kampagne des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg und wurde auf Initiative des BUND Brandenburg angestoßen. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen vor Ort den Neu-/ Ausbau von riesigen Nutztierhaltungsanlagen zu verhindern, die eindeutig den Phänomenen “Massentier-haltung” bzw. “Agrar-industrie” zuzuordnen sind. Das bedeutet, mit Einwendungen, Widerspruchs- und Klageverfahren gegen Massentierhaltungsanlagen vorzugehen.

Die Kampagnenarbeit wird von der Bewegungsstiftung  gefördert. Die Kampagne vernetzt BUND Brandenburg, NABU Brandenburg, Fachjuristen, Umweltexpert*innen, zivilgesellschaftliche Initiativen und zahlreiche Bürgerinitiativen ...



Erfolge

Oranienburg

Ende Mai konnten die Aktiven der Bürgerinitiative "Contra Eierfabrik Oranienburg" aufatmen: Die Stadtverordnetenversammlung hat sich entschieden, einen eigenen Bebauungsplan aufzustellen und das Einvernehmen der Gemeinde zu versagen. Damit hat sich die Gemeinde selbst in das Verfahren eingebracht und kann gegenüber dem Investor eigene Ansprüche durchsetzen. Dies ist ein erster wichtiger Teilerfolg!


Königs Wusterhausen / Niederlehme

Aufgrund des beharrlichen Nachfragens und intensiver Recherche der Bürgerinitiative und der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im Brandenburger Landtag ist es im Juni 2017 gelungen, eine Teilstilllegung des Schlachthofes Niederlehme zu erwirken. Presse-berichten zufolge hatte das Brandenburger Umwelt- und Landwirtschaftsministerium bereits am 20. Juni angeordnet, die Produktion auf die laut Genehmigung zulässigen Schlachtung von 120.000 Hähnchen pro Tag zu drosseln. Die zum Konzern “Wiesenhof” gehörende “Märkische Geflügelhof-Spezialitäten GmbH” in Niederlehme hatte nach eigenen Angaben die Kapazitäten als Reaktion auf einen Brand in einer anderen Anlage auf 160.000 Tiere pro Tag erhöht und dieses mit den Behörden abgesprochen. Das Ministerium bestreitet das. Demzufolge schlachtet Wiesenhof mehr Hähnchen, als in der Genehmigung vorgesehen.



Newsletter

An dieser Stelle richten wir zeitnah ein Newsletter-Tool ein. Damit wollen wir alle Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Kampagne regelmäßig über Aktionen, Veranstaltungen und laufende Entwicklungen zum Thema Massen-tierhaltung in Brandenburg informieren. Wer bereits weiß, dass sie oder er den Newsletter lesen möchte, kann sich schon jetzt für den Versand anmelden: 

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Spendenaufruf

Die "Kampagnenarbeit von Stoppt den Megastall!" wird vom BUND getragen und von der Bewegungsstiftung gefördert. Dennoch sind die Kosten für 2017 und 2018 noch nicht gedeckt. Für die Organisation von Veranstaltungen und Aktionen sowie die Herstellung von Informationsmaterialien bitten wir deshalb um Spenden. Damit wir langfristig planen können, haben wir über den  BUND Brandenburg ein Spendenprojekt bei betterplace eingerichtet.

Blog Aktuell

Statement der BI Haßleben zum Urteil vom 16. Oktober 2017 

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat die Genehmigung für die Schweinemastanlage Haßleben mit 37.000 Tierplätzen in der Uckermark am Montag, den 16. Oktober 2017 in mündlicher Verhandlung mit Urteil aufgehoben. Die Berufung wurde nicht zugelassen. Das Verwaltungsgericht verhandelte über die Rechtmäßigkeit des Genehmigungsbescheids des Landesamtes für Umwelt Brandenburg (früher LUGV) vom 20.6.2013.