Gumtow gegen Tierfabrik

Der Widerstand des BUND Brandenburg und der Bürgerinitiative “Gumtow gegen Tierfabrik” gegen die geplante Hähchenmast-anlage mit 2 x 200.000 Mastplätzen in Gumptow galt lange als Erfolgsstory in der Verhinderung von Massentierhaltungsanlagen in Brandenburg. Doch die Investoren geben nicht auf und halten ihre Klage gegen die Versagung der Genehmigung für ihre Hühnermastanlage aufrecht. Entweder werden sie versuchen, Ihr Vorhaben bis zum Ende durchzuboxen, oder eine ähnlich Anlage mit neuem Konzept neu zu beantragen. Für den Umweltverband und die Bürgerinitiative bedeutet das, sich auf eine lange Auseinandersetzung einzustellen.


400.000 Hähnchen und kein Ende in Gumtow?

Ursprünglich hatten die Firmen “Gumtower Geflügel” und “Irtoma Geflügel” zwei Anlagen mit jeweils 200.000 Masthähnchen in dem Gumtower Ortsteil Heinzhof errichten wollen. Das Landesumweltamt hatte die Pläne 2014 abgelehnt. Die Betreiber hatten gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt, welchen die Genehmigungsbehörde 2016 erneut abgelehnt hatte. Derzeit klagen die Betreiber gegen die Versagung der Genehmigung.

 

Hätten die Betreiber mit dem Bau ihrer Anlagen Erfolg gehabt, stünde in Gumtow in der Nähe des landschaftlich reizvollen Dannewälder / Kolreper Luchs nun ein Mastanlagenkomplex, in der 400.000 Küken jeweils in 35 Tagen auf 1,9 kg gemästet worden wären. Die Anlage hätte Sporen, Bakterien und Keime ausgestoßen, und die Orte Gumtow, Heinzdorf und Bärensprung hätten unter einer erheblichen Geruchsbelästigung gelitten. Der Kot der Tiere wäre über eine Biogasanlage als Gärrest auf die Felder verbracht worden. Aufgrund der zu erwartenden Antibiotikarückstände droht hier eine erhebliche Belastung für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

 

Noch steht nicht fest, wie es im Fall “Gumtow” weitergeht. Sicher ist aber, dass BUND und Bürgerinitiative weiterkämpfen müssen. Denn solange die Betreiber ihre Klage aufrecht erhalten, die sie zunächst einmal gegen das Landesumweltamt führen, wollen Umweltverband und Aktive vor Ort über den Weg der Beiladung an dem Verfahren beteiligt bleiben. Nur so können die Pläne endgültig ad acta gelegt werden. Möglich ist auch, dass die Investoren bereits neue Planungen in der Tasche haben. Einem Zeitungsbericht zufolge hatten die Betreiber bereits im April der Gemeindevertretung in Gumtow Planungen einsichtig gemacht, nach denen demnächst “nur” 85.000 Hähnchen nach dem sogenannten “Fairmast”-Prinzip gemästet werden könnten.

 

Bürgerinitiative und BUND wollen ihren Widerstand aufrecht erhalten und stellen sich auf ein langes Verfahren ein. Zieht der Investor die Klage für sein bisheriges Projekt bis zum Ende durch, dann können noch einmal gut drei Jahre ins Land gehen. Für die im Zusammenhang mit dem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren entstehenden Kosten bitten Umweltverband und Bürgerinitiative um Spenden.

 

Sollte der BUND bei einem für den Verband erfolgreichen Ausgang des Klageverfahrens Kosten von der Gegenseite teilweise oder in Gänze erstattet bekommen, verwendet er die Spenden für ein ähnliches Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

 

Kontakt zur Bürgerinitiative

www.gumtowgegentierfabrik.de

 

Kampagne Stoppt den Megastall!

c/o BUND Brandenburg

Friedrich-Ebert-Straße 114a

14467 Potsdam

Tel. 0331-237 00 141

Mail: bund.brandenburg@bund.net

 

Die Kampagnenarbeit von “Stoppt den Megastall!” wird gefördert von der Bewegungsstiftung: www.bewegungsstiftung.de

 

Hier können Sie Spenden:

Wenn Sie den Widerstand gegen die Hähnchenmastanlage in Gumtow unterstützen möchten, würden wir uns über einen Beitrag auf das Spendenkonto des BUND Brandenburg freuen. Vielen Dank!

 

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Verwendungszweck „Gumtow“: